Man nehme eine Brille, einen Zauberstab und eine blitzförmige Narbe, setze die Teile zusammen, und fertig ist eine der berühmtesten literarischen Figuren der Welt. Doch was geschieht, wenn die verschiedenen Länder rund um den Globus aus den Zutaten ihren eigenen Harry Potter entwerfen?
Am 21. Juni erscheint Harry Potter and the Order of the Phoenix, der fünfte Band der heiß geliebten Harry-Potter-Reihe von J.K. Rowling. Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, hat Amazon mit Colin Campbell, Professor für Soziologie und kulturelle Studien an der Universität York, den weltweiten Harry Potter genauer unter die Lupe genommen.
Professor Campbell hat Buch-Cover aus England, den USA, Deutschland, Frankreich und Japan untersucht und präsentiert eine Reihe interessanter Erkenntnisse über die unterschiedlichen Gesichter des Zauberlehrlings.
Die verschiedenen Gesichter von Harry Potter*
Der englische Harry
"Mit seinem gestreiften Schal, dem Schulranzen und der runden Brille ist der britische Harry ein typischer Schüler einer englischen Privatschule. Dazu der klassisch englische Hintergrund mit der altmodischen Dampfeisenbahn, dem Hogwarts-Express - so entsteht ein zauberhaftes Bild einer vergangenen Zeit."
Der amerikanische Harry
"Weg mit der Schuluniform und rein in die Jeans und Turnschuhe. Der US-Harry hat mit dem englischen Schuljungen nicht mehr viel gemeinsam; er sieht viel eher wie ein typischer amerikanischer Teenager aus. Cool, unternehmungslustig und athletisch, wirkt der amerikanische Harry wie ein Sportheld und spiegelt damit die besessene Verehrung wider, die die Amerikaner ihren Sport-Idolen zuteil werden lassen."
Der deutsche Harry
"Der deutsche Harry unterscheidet sich erheblich von den anderen Harrys. Seine schlichte Kleidung und sein durchdringender Blick verleihen ihm ein akademisches, ernstes Aussehen. Er ähnelt viel mehr einem gelehrten deutschen Professor als einem jungen Zauberer. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass er der einzige Harry ist, der den Leser über den Brillenrand hinweg direkt ansieht."
Der französische Harry
"Der französische Harry, der seinen Zauberstab so graziös hält wie ein Orchesterdirigent seinen Taktstock, wirkt wohl erzogener und kultivierter als der englische. Mit dem schlichten Hintergrund des Covers wird Harry die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers zuteil. Und schließlich ist dieser Harry stilisierter gezeichnet als die anderen, ganz wie es der klassischen Tradition französischer Kinderbuchillustrationen entspricht."
Der japanische Harry
"Harry Potter ist eine ausgesprochen westliche Geschichte, und statt zu versuchen, eine japanische Harry-Version zu entwerfen, hat man sich hier ganz darauf konzentriert, die Magie des Schauplatzes und die Atmosphäre der Geschichte zu vermitteln. Alles wirkt zeitlos und geheimnisvoll, während Harry selbst - oder zumindest sein Bild - nicht im Zentrum des Geschehens steht."
Harry Potter and the Order of the Phoenix
"Der fünfte Band unterscheidet sich ganz deutlich von den anderen: Harry ist auf dem Umschlag nicht mehr abgebildet. Ein Grund dafür mag sein, dass die "Harry"-Reihe erwachsen geworden ist und die Bücher mittlerweile nicht mehr als reine Kindergeschichten, sondern als zeitlose Klassiker gelten. Vielleicht ist Harry den Lesern inzwischen auch einfach so vertraut, dass man sein Gesicht nicht mehr auf dem Buchumschlag zeigen muss."
Zum Abschluss seiner Untersuchung erklärte Professor Campbell: "Harry Potter ist zwar auf der ganzen Welt unschwer zu erkennen, doch jedes Land wandelt sein Bild ab, indem es ein wenig von seiner eigenen charakteristischen Kultur einfließen lässt und sich so seinen ganz eigenen Harry schafft. Erreicht wird dies durch kleine Veränderungen am Gesichtsausdruck, an den Kleidern und am Hintergrund, vor dem er abgebildet ist. Auf diese Weise wird Harry zu einer Figur, die wirklich jedem gehört."
Harry Potter and the Order of the Phoenix ist mit derzeit über einer Million Vorbestellungen die erfolgreichste Neuerscheinung aller Zeiten bei Amazon.
* In jedem Land ist die Darstellung Harry Potters bei den bisher veröffentlichten vier Bänden die gleiche geblieben.
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