München, 21. Juli 2025 – Der Online-Markt für gebrauchte und retournierte Produkte in Europa hat ein Volumen von 21,6 Milliarden Euro. Das hat eine von Amazon beauftragte Studie ergeben. Diese prognostiziert zudem ein Wachstum dieses Markts von 2 Milliarden Euro bis Ende 2025. Die Studie schätzt, dass der boomende Second-Hand-Onlinehandel allein im Jahr 2024 4,4 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung beigetragen hat.

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Second-Hand-Artikel umfassen gebrauchte Produkte, geöffnete, aber unbenutzte Retouren sowie generalüberholte Artikel – also gebrauchte Waren, die professionell geprüft, gereinigt und instandgesetzt wurden, um ihnen eine nahezu neuwertige Qualität zu verleihen.

In den fünf größten europäischen Märkten – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien – sparten Verbraucher:innen in den vergangenen fünf Jahren rund 37,7 Milliarden Euro und vermieden 2024 den Kauf von über einer Milliarde neuer Produkte. Dadurch konnten hunderte Millionen Artikel vor der Entsorgung bewahrt werden.

Bei Amazon in Deutschland und Europa hat die Kundennachfrage nach Second-Hand-Artikeln im Jahr 2024 zu einem Umsatz von über 2 Milliarden Euro geführt, ein Plus von 9 % gegenüber 2023.

Die vom Centre for Economics and Business Research (CEBR) durchgeführte Studie analysiert das Marktvolumen des sogenannten Second Chance-Segments des Online-Handels. Dieses umfasst gebrauchte Produkte, geöffnete, aber unbenutzte Retouren sowie generalüberholte Artikel – also gebrauchte Waren, die professionell geprüft, gereinigt und instandgesetzt wurden, um ihnen eine nahezu neuwertige Qualität zu verleihen.

Second Chance-Produkte waren einst ein Nischenmarkt. Heute machen sie bereits 40 Prozent der Ausgaben in Kategorien wie Technik, Mode oder Haushaltsgeräten aus“, sagt Mariangela Marseglia, VP of EU Stores bei Amazon. „Wir bei Amazon sind überzeugt: Der Weiterverkauf von Retouren ist nicht nur gut für den Planeten und unser Geschäft – unsere Kund:innen erwarten es mittlerweile auch.“

Die Entwicklung von Second-Hand in Deutschland

Die neue Studie, der „Second Chance Impact Report“, zeigt einen wachsenden Markt für Second-Hand-Produkte in Deutschland, der unter anderem durch steigende Lebenshaltungskosten sowie ein wachsendes Bewusstsein für nachhaltigere Kaufentscheidungen angetrieben wird.

Sie ergab darüber hinaus, dass 86 % der unter 34-Jährigen mittlerweile Second-Hand-Produkte kaufen. Bei den über 55-Jährigen sind es 53 %. Zudem sind 39 % der Verbraucher:innen nicht mehr der Meinung, dass Neuware grundsätzlich besser ist als Gebrauchtware. Stattdessen verlagern sich ihre Prioritäten in Richtung Zweckmäßigkeit, Erschwinglichkeit und Umweltverantwortung.

Gut ein Viertel (26 %) aller Second-Hand-Käufe stellen eine völlig neue wirtschaftliche Aktivität dar, also Kaufentscheidungen, die für Neuware nicht getroffen worden wären. Sie fördern somit wirtschaftliches Wachstum und setzen ungenutzte Konsumausgaben frei.

In Deutschland treiben vor allem jüngere Käufer:innen den Wandel hin zum Second-Hand-Kauf voran. Gleichzeitig zeigt die Studie: Trotz positiver Wachstumsaussichten – der Online-Second-Hand-Markt soll hierzulande bis 2030 auf 6,8 Milliarden Euro anwachsen – bleibt das Verbraucherbewusstsein dem tatsächlichen Kaufverhalten noch voraus. Damit das Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, müssen Händler bestehende Hürden abbauen – etwa Bedenken hinsichtlich des Produktzustands (37 %) und fehlender Garantie (37 %).

Zu den Second Chance-Angeboten von Amazon gehört Amazon Retourenkauf. Über das Programm werden retournierte Produkte zu reduzierten Preisen wieder in den Verkauf gebracht. Die Kund:innen erhalten hochwertige gebrauchte, generalüberholte oder geöffnete Produkte mit allen gewohnten Vorteilen der Amazon-Lieferung, des Kundenservice und der bequemen Rückgabe. Über Amazon Renewed bietet Amazon fachmännisch generalüberholte Produkte von qualifizierten Vertriebspartnern zu günstigen Preisen an, alles abgesichert durch die Amazon Renewed-Garantie.

Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Second-Hand-Artikel, die online erworben werden, sind in den letzten fünf Jahren um 39 % gestiegen: von 84,70 € auf 118,20 €. Führend bei diesem Trend in Deutschland sind Kleidung (52 %), kleine Haushaltsgeräte (39 %) und Smartphones und Tablets (35 %).

Während Einsparungen für 57 % der Käufer:innen weiterhin der Hauptgrund für die Kaufentscheidung sind, ändern sich die Einstellungen gegenüber Second-Hand-Käufen. Umweltauswirkungen spielen mittlerweile eine wichtige Rolle: 21 % der Verbraucher:innen nennen Nachhaltigkeitsbewusstsein als Hauptgrund für den Kauf von Second-Hand-Artikeln.

Rocco Bräuniger, Country Manager von Amazon in Deutschland, sagt: „Wir wissen, dass die Deutschen gerne online einkaufen und dabei ein gutes Gespür für Schnäppchen haben. Das stetige Wachstum des Online-Second-Hand-Markts in Deutschland überrascht uns daher nicht. Unsere Teams prüfen und bereiten retournierte Produkte sorgfältig für den Wiederverkauf auf – damit unsere Kundinnen und Kunden hochwertige Second-Hand-Artikel finden können - einfach, zuverlässig und zu fairen Preisen. Wir beobachten auch, dass viele deutsche Kundinnen und Kunden aus Nachhaltigkeitsgründen auf Second-Hand-Angebote umsteigen.”

Amazon beschleunigt den Übergang zur Kreislaufwirtschaft, indem es Kund:innen den Kauf gebrauchter Artikel, die Inzahlungnahme von Geräten, die Reparatur von Produkten und verantwortungsvolles Recycling erleichtert. Dieses Engagement ist Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsziele von Amazon als Mitbegründer des Klimaversprechens Climate Pledge – der Verpflichtung, bis 2040 CO2-Neutralität in allen Geschäftsbereichen zu erreichen. Zu diesem Zweck investiert in CO2-freie Energie, in Elektrofahrzeuge für das Transportnetzwerk, reduziert Verpackungen, minimiert Abfälle und investiert über den „Climate Pledge Fund“ in Klimainnovationen.

Anmerkungen für Redakteur:innen
Die Studie wurde durchgeführt vom Centre for Economics Business Research (CEBR). Die Umfrage wurde von Opinium durchgeführt, mit einer Stichprobe von 2.000 Erwachsenen (ab 18 Jahren) pro Land (Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien). Die Feldstudie fand zwischen dem 21. Februar und dem 5. März 2025 statt. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an presseanfragen@amazon.de.